Bilder anklicken zum vergrößern













:: Testreport von Peter Beier

Meine erste "Begegnung" mit einem AP Board hatte ich um 6 Uhr morgens als wir anfingen das komplette zur Kitecity mitgebrachte Kite-Material zum ersten Mal aufzubauen. Was allen am AP sofort auffiel war natürlich das absolut coole Design (Alu-Riffelblech) des Boards.

Zur Optik kann ich nur sagen, dass die Teile noch besser aussehen als es die Bilder im Internetauftritt von AP-Kiteboarding ohnehin schon erahnen lassen!!!

Die Verarbeitung der Boards ist nach meinem Geschmack absolut im "High-End-Sektor" anzusiedeln. Ich hatte zudem das Glück im Frühjahr mein persönliches Testboard direkt in Tübingen abholen zu können. Hier hatte ich dann Gelegenheit kurz in die Produktion zu schauen und die ist wirklich absolut professionell aufgezogen !!!!

Als Teilnehmer der Kite-City auf El Yaque/ Coche hatte ich Möglichkeit das AP 125 bei unterschiedlichsten Bedingungen (Kabbelwelle-Flachwasser-Schwachwind-Starkwind) zu fahren und im direkten Vergleich zu anderen Boards zu testen.

Zu den Fahreigenschaften :

Als “Schwergewicht“ mit gut 90 kg ist für mich insbesondere das Angleitverhalten von

großer Bedeutung. Hier wurde ich zum Ersten positiv überrascht, das Schnittchen gleitet trotz seiner geringen Breite von knapp 36 cm extrem gut an.

Einmal im Rutschen wird jede noch so kleine Böe unmittelbar in Geschwindigkeit umgesetzt, kurze Windlöcher werden einfach durchglitten. In Punkto Speed muss man sich keine Gedanken machen, das Brett krallt sich extrem gegen den Kite ins Wasser und auch bei Überpower und kabbeligen Verhältnissen wird es nicht so einfach aus der Bahn geworfen. Die dünne Kante muss allerdings dosiert und mit Gefühl gedrückt werden, kleinere Fehler werden insbesondere in der Welle sofort bestraft. Das Brett ist jedoch insgesamt sehr leicht kontrollierbar.

Das Höhelaufen ist mit dem AP 138 ein wahrer Genuss. Grenzen beim Höhelaufen sind eigentlich nur durch den Kite bedingtw, nämlich dann wenn dieser einfach nicht weiter in den Windfensterrand ziehen möchte !!

In Manövern (z.B. beim Switchen) muss das AP 138 aktiv gefahren werden. Das kann evtl. an den relativ großen Finnen liegen, ich denke aber die Konkave im Unterwasserschiff ist doch eher ausschlaggebend hierfür. Das Board ist aus meiner Sicht aber trotzdem wendig genug um alle Manöver durchzuführen.

Beim Springen macht sich wiederum das geniale “einkrallen“ der Kante bemerkbar.
Dadurch ist es möglich extreme Leinenspannung bis zum Absprung zu halten um sich dann hoch nach oben zu katapultieren. Die Kontrollierbarkeit in der Luft ist aufgrund des niedrigen Gewichts des AP sehr gut und angenehm. Nach der Landung kann sofort wieder Höchstgeschwindigkeit aufgenommen werden.

Ich habe das Board mit verschiedenen Kitegrößen zwischen 10-20 m2 bei zum Teil recht böigen Verhältnissen gefahren. Ich hatte kaum Probleme (auch mit großen Kites bei weniger Wind). Meinem Gefühl nach kommen jedoch insbesondere schnelle Kites dem Brett zu Gute. Damit kann das hohe Geschwindigkeitspotential voll ausgenutzt werden.

Seine absoluten Stärken hat das Brett eindeutig im Flachwasser, hier kann man´s so richtig krachen lassen !!!!!!

Im Vergleich zu anderen Boards kann man extrem entspannt “carven“, ich würde sagen ein perfekter Shape der absolut empfehlenswert ist !!!