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:: Testreport von Detlef Teichmann
Board AP 125 / Robby Naish in Soma Bay
Unseren letzten Urlaub am Roten Meer habe ich dazu genutzt, um neues Material zu testen. Es war unsere 16. Reise nach Ägypten und der 11. Aufenthalt im Hotel Shams Safaga. Wir hatten 14 Tage lang Wind (5 6 Bft), der jedoch manchmal schon am frühen Nachmittag einschlief.
Höhepunkt war am 7.9.04 ein Wiedersehen mit Robby Naish in der Soma Bay vor dem Robinson Club. Zunächst sah ich ihn mit einer Gruppe Windsurfern trainieren, doch plötzlich begegnete er mir mit dem Kite und begrüßte mich im Vorbeifahren per Handschlag und dann folgte eine Show, in der er mehrmals mit dem Kite über eine Hafenmole aus Felsbrocken sprang, auf der zahlreiche begeisterte Zuschauer standen. Seine beeindruckend hohen und langen Rotations-Sprünge (und auch meine bescheidenen Manöver) wurden über Lautsprecher kommentiert. Anschließend an Land signierte Robby meine (Naish-) Kites, die ich dabei hatte.
Gefahren bin ich in den 14 Tagen fast ausschließlich das AP 125, das ich als Testboard dabei hatte. Mit Ron Krommenhoek, dem Wassersport-Manager vom Robinson Club, habe ich auch intensiv über das Board diskutiert, denn er war an der Entwicklung der AP Boards beteiligt. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass mir das kleine Board so viel Spaß macht: Es gleitet früh an; selbst wenn ich bei einsetzender Flaute noch mit einem Boxer in (nur) 10 m² unterwegs war und kein Windsurfer mehr fuhr, konnte ich (mit dem Kite im Sinus!) gute Geschwindigkeit und Höhe fahren. Aber auch bei Überpower kann man die Kante mühelos halten und selbst große Kites (X4 18 m²) gut ausbremsen. Das Drehen in den Switch geht leicht, weil die Finnen wegen der Kürze kaum einen Hebelarm haben. Nur bei unkontrollierten Landungen und sehr kurzen Wellen muss man den hinteren Fuß belasten, um nicht einzuspitzeln. Hier wären kleine schräg nach oben gerichtete Flächen an den Enden vielleicht Fehler verzeihender. Da ich auf dem Wasser (ohne Brille) nur unscharf sehen kann, verliere ich abgeworfene Boards insbesondere bei Wellen, Schaumkronen und glitzerndem Wasser schnell aus den Augen. Board und Finnen in einer Leuchtfarbe (rot, orange) wären mir daher lieber als das originelle Metall-Design. Ron sieht aber auch Vorteile, das Board glitzert in der Sonne und die Aluminium-Beschichtung splittert nicht bei einer Extrembelastung sondern verbiegt sich eher, und damit ist das Verletzungsrisiko geringer.
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